Das Dampfen hat in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen – doch mit der wachsenden Community kursieren auch zahlreiche Mythen über E-Zigaretten und E-Liquids. Viele dieser Behauptungen führen zu Verunsicherung, weil sie wissenschaftlich nicht belegt sind oder wichtige Fakten auslassen. Doch was ist wirklich dran an den Gesundheitsmythen? In diesem Beitrag nehmen wir die häufigsten Fehlinformationen unter die Lupe und klären auf, was wirklich stimmt.
Dampfen: Beliebt, aber umstritten
E-Zigaretten sind längst kein Nischenprodukt mehr. Millionen von Menschen weltweit greifen inzwischen zur elektrischen Alternative, sei es als Ausstiegshilfe vom Rauchen oder aus Genussgründen. Besonders die Möglichkeit, aus einer Vielzahl an E-Liquids mit unterschiedlichen Aromen und Nikotinstärken zu wählen, macht das Dampfen attraktiv. Doch während viele Dampfer auf die Vorteile schwören, hält sich in der Öffentlichkeit nach wie vor die Skepsis. Gerade in den Medien werden oft Schreckensszenarien gezeichnet, die nicht immer der Realität entsprechen. Höchste Zeit also, mit den hartnäckigsten Mythen aufzuräumen.
1. „E-Zigaretten sind genauso schädlich wie Tabak“
Dieser Mythos hält sich hartnäckig, obwohl zahlreiche Studien das Gegenteil belegen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Zigaretten verbrennen E-Zigaretten keinen Tabak. Dadurch entstehen deutlich weniger Schadstoffe. Laut einer Studie der britischen Gesundheitsbehörde Public Health England sind E-Zigaretten bis zu 95 % weniger schädlich als Tabakprodukte.
Dennoch bedeutet das nicht, dass Dampfen völlig risikofrei ist. Wer ein E-Liquid nutzt, inhaliert Aromastoffe, Nikotin (falls enthalten) und Trägerstoffe wie Propylenglykol oder pflanzliches Glycerin. Im Vergleich zu den über 7.000 Chemikalien in Zigarettenrauch – darunter Teer, Kohlenmonoxid und Dutzende krebserregende Stoffe – ist die Belastung jedoch deutlich geringer.
2. „E-Liquids enthalten giftige Chemikalien“
Hochwertige E-Liquids bestehen in der Regel aus vier Hauptbestandteilen: Propylenglykol (PG), pflanzliches Glycerin (VG), Aromastoffe und gegebenenfalls Nikotin. Diese Inhaltsstoffe werden bereits in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie eingesetzt.
Problematisch wird es nur bei minderwertigen Liquids ohne geprüfte Qualität. Wer auf sichere Produkte setzt – wie beispielsweise ein E Liquid von SmokeSmarter –, kann sicherstellen, dass keine verbotenen oder schädlichen Zusatzstoffe enthalten sind.
3. „Passivdampfen ist genauso gefährlich wie Passivrauchen“
Beim Rauchen entstehen Nebenstromrauch und Hauptstromrauch, die zusammen eine giftige Mischung aus Teer, Kohlenmonoxid und weiteren Schadstoffen bilden. Diese gelangen in die Umgebungsluft und belasten auch Nichtraucher.
Beim Dampfen ist das anders: Studien zeigen, dass der ausgeatmete Dampf von E-Zigaretten keine signifikanten Mengen an Schadstoffen enthält. Untersuchungen des Fraunhofer-Instituts haben ergeben, dass sich die Partikel aus dem Dampf schnell verflüchtigen und keine langfristige Belastung für die Raumluft darstellen. Für Nichtraucher bedeutet das: Der Kontakt mit ausgeatmetem Dampf ist wesentlich harmloser als das Einatmen von Zigarettenrauch.
4. „Nikotin verursacht Krebs“
Nikotin ist eine stark suchterzeugende Substanz, aber kein krebserregender Stoff. Das Krebsrisiko beim Rauchen stammt hauptsächlich aus den Verbrennungsprodukten des Tabaks, nicht aus dem Nikotin selbst.
Allerdings ist Nikotin nicht harmlos: Es erhöht den Blutdruck, kann das Herz-Kreislauf-System belasten und süchtig machen. Deshalb ist es wichtig, die richtige Nikotinstärke im E-Liquid zu wählen – oder ganz auf nikotinfreie Varianten umzusteigen.
5. „Dampfen führt Jugendliche direkt zum Rauchen“
Diese Annahme wird oft als „Gateway-Theorie“ bezeichnet: Junge Menschen, die mit dem Dampfen beginnen, würden später automatisch zu Rauchern werden. Doch aktuelle Studien widersprechen dieser Theorie.
Untersuchungen aus Großbritannien und den USA zeigen, dass die meisten jugendlichen Dampfer vorher bereits geraucht haben. Dampfen wird also eher als Alternative genutzt, nicht als Einstieg. Zudem gibt es strenge Alterskontrollen für den Kauf von E-Liquids und E-Zigaretten, um Jugendliche vom Konsum abzuhalten.
6. „E-Zigaretten explodieren ständig“
Schlagzeilen über explodierende E-Zigaretten sorgen immer wieder für Aufsehen. Tatsächlich gab es einige Fälle, in denen Akkus überhitzt sind oder Feuer gefangen haben. Allerdings sind diese Unfälle fast immer auf unsachgemäße Nutzung zurückzuführen – etwa durch beschädigte Akkus oder falsches Laden.
Wer hochwertige Geräte nutzt, Original-Ladegeräte verwendet und Akkus nicht beschädigt, hat kein höheres Risiko als bei anderen akkubetriebenen Geräten wie Smartphones oder Laptops.
Fazit: Fakten statt Mythen
Viele der Gesundheitsmythen rund um das Dampfen beruhen auf Halbwahrheiten oder veralteten Informationen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass E-Zigaretten zwar nicht völlig risikofrei, aber deutlich weniger schädlich als Tabak sind. Wer auf geprüfte Liquids setzt, die richtige Nikotinstärke wählt und sein Gerät sachgemäß nutzt, kann das Dampfen verantwortungsbewusst genießen.
FAQ: Wichtige Fragen rund um E-Liquids und Dampfen
1. Wie finde ich die richtige Nikotinstärke für mein E-Liquid?
Die Wahl der richtigen Nikotinstärke hängt von deinem bisherigen Rauchverhalten ab. Starke Raucher sollten mit höheren Nikotinstärken von 12 bis 20 mg/ml beginnen, während Gelegenheitsraucher oft mit 3 bis 6 mg/ml auskommen. Wer nur den Geschmack genießen möchte, kann komplett auf nikotinfreie E-Liquids umsteigen.
2. Warum kratzt mein E-Liquid im Hals?
Ein kratziges Gefühl kann mehrere Ursachen haben. Eine zu hohe Nikotinstärke kann den „Throat Hit“ verstärken und unangenehm sein. Auch das Mischverhältnis von Propylenglykol (PG) und pflanzlichem Glycerin (VG) spielt eine Rolle. Liquids mit einem hohen PG-Anteil erzeugen einen stärkeren Hit im Hals. Wer das vermeiden will, kann auf VG-lastige Liquids oder Liquids mit Nikotinsalz umsteigen.
3. Wie bewahre ich mein E-Liquid richtig auf?
E-Liquids sollten an einem kühlen, dunklen Ort gelagert werden, um ihre Qualität zu bewahren. Direkte Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen können die Aromen und die Nikotinstärke beeinträchtigen. Eine luftdichte Lagerung in dunklen Glasflaschen hilft, die Haltbarkeit zu verlängern.
4. Kann mein E-Liquid schlecht werden?
Ja, E-Liquids haben eine begrenzte Haltbarkeit. In der Regel sind sie bis zu zwei Jahre haltbar, wenn sie richtig gelagert werden. Veränderte Farbe, schwacher Geschmack oder unangenehmer Geruch sind Anzeichen dafür, dass das Liquid nicht mehr verwendet werden sollte.
5. Warum schmeckt mein Liquid plötzlich anders?
Ein veränderter Geschmack kann mehrere Gründe haben. Die häufigsten sind eine abgenutzte Verdampfercoil, eine falsche Lagerung des Liquids oder eine sogenannte „Vaper’s Tongue“. Letzteres tritt auf, wenn die Geschmacksnerven durch zu häufiges Dampfen vorübergehend weniger empfindlich sind. Ein Geschmackswechsel oder eine Pause kann hier helfen.
6. Kann ich verschiedene E-Liquids mischen?
Ja, das Mischen von Liquids ist möglich und wird von vielen Dampfern genutzt, um individuelle Geschmacksrichtungen zu kreieren. Wichtig ist, dass die Basisverhältnisse (PG/VG) und die Nikotinstärken gut aufeinander abgestimmt sind, um eine gleichbleibende Dampfentwicklung und ein angenehmes Dampferlebnis zu gewährleisten.
7. Wie entsorge ich alte E-Liquid-Flaschen richtig?
Leere E-Liquid-Flaschen sollten gut ausgespült und über den Plastikmüll entsorgt werden. Falls sich noch Reste mit Nikotin darin befinden, sollten sie umweltgerecht bei einer Schadstoffsammelstelle abgegeben werden, da Nikotin in größeren Mengen giftig für die Umwelt sein kann.
8. Kann ich mein E-Liquid selbst herstellen?
Ja, viele erfahrene Dampfer mischen ihre Liquids selbst, um Kosten zu sparen oder individuelle Geschmacksrichtungen zu kreieren. Dafür werden Basen, Aromen und optional Nikotin benötigt. Wichtig ist eine genaue Dosierung und das Einhalten von Sicherheitsmaßnahmen, insbesondere beim Umgang mit hochkonzentriertem Nikotin.
9. Warum produziert mein Liquid wenig Dampf?
Ein geringer Dampfoutput kann mehrere Ursachen haben. Liquids mit hohem PG-Anteil dampfen weniger als VG-lastige Liquids. Auch eine zu niedrige Wattzahl oder eine verschlissene Coil können die Dampfproduktion verringern. Wer dichte Wolken bevorzugt, sollte auf eine VG-dominante Mischung und einen leistungsstarken Verdampfer setzen.
10. Welche Fehler sollte ich beim Dampfen vermeiden?
Häufige Fehler sind die falsche Nikotinstärke, die falsche Aufbewahrung von Liquids, das Dampfen mit abgenutzten Coils oder die Verwendung ungeeigneter Geräte für bestimmte Liquids. Auch das unsachgemäße Laden von Akkus kann zu Problemen führen. Wer sich gut informiert und hochwertige Produkte nutzt, kann diese Fehler leicht vermeiden.
Worauf es wirklich ankommt
Unabhängig von Mythen und Wahrheiten bleibt eine Tatsache bestehen: Dampfen ist nur so sicher wie die Produkte, die man nutzt. Billige und ungeprüfte Liquids oder unsachgemäß verwendete Geräte können tatsächlich Risiken bergen. Wer sich für ein hochwertiges E-Liquid entscheidet und Akkus sicher verwendet, minimiert mögliche Gefahren. Langfristig bleibt die Forschung entscheidend – denn während viele Risiken bereits widerlegt wurden, gibt es noch offene Fragen zur langfristigen Wirkung des Dampfens. Bis dahin gilt: informiert bleiben und auf Qualität setzen.
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